Hansetag 2007: Verkleidet in Lippstadt – Ein Erfahrungsbericht

Das Mittelalter hatte Einzug gehalten…..

….in unser kleines Städtchen, allerorten war ein malerischer Mix aus Tradition und Moderne zu spüren welcher eine für Lippstadt einmalige Atmosphäre erzeugte.

Einer Einladung des RT-133 (Serviceclub Round Table Lippstadt-Soest) zu einem "Mittelalterlichen Ball" im romantischen Rahmen des Lippstädter Rathauses folgend, machten wir uns überpünktlich bereits um  17:00 Uhr auf den Weg in die Innenstadt.

Die Gastgeber hatten, dem Anlass entsprechend, um mittelalterliche Kleidung der Gäste gebeten um dem Flair des Rathauses im Allgemeinen und dem Anlass im Besonderen zu entsprechen. Dem gerne Folge leistend hatten wir uns in das Gewand eines spätmittelalterlichen freien Landmannes und seiner Gemahlin gekleidet.

Kaum waren wir einige Meter auf der Mastholter Strasse gelaufen kam uns auch schon eine Fahrradfahrerin entgegen die über ganze Gesicht strahlte und uns ein fröhliches: "Gut seht ihr aus!" zurief. "Danke" kam es von uns erstaunt zurück. Weitere Vorübergehende nickten uns freundlich zu, lächelten, machten ihre Kinder auf uns aufmerksam. Im Grünen Winkel mussten wir erstmals für ein Foto posieren und auf dem weiteren Weg durch die Stadt Richtung Stiftsruine sahen wir fast ausschließlich in strahlende Gesichter. Was war in die sonst so sturen Westfalen gefahren – hatte das etwa der Hansetag bewirkt?

Auf dem Mittelalterlichen-Markt hielten wir dann das ein oder andere Schwätzchen mit den dortigen Händlern und erwarben, selbstverständlich nach ausgiebigem Feilschen (hier sei ein freundlicher Gruß an den Händler erlaubt dessen Kinder und Frau sich nun vorwiegend von Hirsebrei ernähren müssen), manch nützliches Kleinod. Auch rund um die Stiftsruine war eine Stimmung zu verzeichnen, wie wir sie in Lippstadt noch nie erlebt hatten.

Das Fest im Rathaus mit allerlei Unterhaltungsprogramm und überwiegend mittelalterlich gewandeten Publikum war erstklassig organisiert und es wurden ausgesprochen wohlschmeckende Speisen und Tränke gereicht.
Nachdem die zahlreichen Gäste einen Säbeltanz, den Ritterschlag unseres Bürgermeisters und einige (wenige) Ansprachen miterlebt hatten, ging es, zu später Stunde, für einige der Anwesenden noch ins Lippstädter Nachtleben. In einer Gruppe von etwa 10 Gewandeten gingen wir von Kneipe zu Festzelt und wieder zurück – überall wurden wir aufs herzlichste Empfangen und haben viele Menschen, möglicherweise neue Freunde kennen gelernt. Das hatte der Hansetag bewirkt.

Ein guter Freund, eigentlich ein eher zurückhaltend konservativer Typ, sagte kürzlich zu mir, man könne fast so etwas wie stolz auf unser Lippstadt sein.

Ja, dem können wir uns anschliessen: Wir sind stolz auf Lippstadt!


 

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